Brusselmans Carnaval
James Ensor, Skelet arresteert maskers (1891), (c)Antwerpen, The Phoebus Foundation
Kunstwerk van Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová
Constant Permeke, Kermis, 1921, KMSKA, (c) www.lukasweb.be, Art in Flanders vzw, foto Hugo Maertens
August Sander, Zaaiende boer
Slager met VR bril
Valerius De Saedeleer, Winter (ca. 1926).jpg
Krijttekening van Bart Lodewijks
Gustave Van de Woestyne, De Papeter, 1911, Sint-Martens-Latem, Gemeentelijk Museum Gevaert-Minne, (c) Erwin De Keyzer
Grazia Toderi, Babel red

Das narrenfest. Bruegel wiederentdeckt

7.04 - 28.07.2019
 

Bruegel, Inspirator

Pieter Bruegel wird oft als Verkörperung der flämischen Identität betrachtet. Warum ist das seit der Wiederbelebung seines Werkes um 1900 der Fall? Warum ist er zu einer Ikone geworden, zu einer unerschöpflichen Quelle der Inspiration und zu einem rockigen Klischee? In der Ausstellung Das Narrenfest. Bruegel wiederentdeckt lernt der Besucher eine Reihe von Schlüsselwerken flämischer und internationaler Künstler kennen, die „einen Bezug zu Bruegel haben“. Sie knüpfen an seine Themen an, interpretieren sie neu, zitieren ihn ... und zeigen damit, dass sein Werk nichts von seiner Bedeutung verloren hat. 

Bruegel, dem großen Missverständnis

Die Ausstellung geht von dem „großen Missverständnis“ aus, als Bruegel in den späten Tagen der Romantik als tief im flämischen Boden verwurzelter Maler von Bauernpsalmen, eisigen Schneelandschaften und ewig rauschenden Weizenfeldern ausgerufen wurde. Die Ausstellung untersucht, wie flämische und auch belgische und internationale Künstler in der Zwischenkriegszeit und auch danach noch mit seinem künstlerischen Erbe umgingen. Dabei konzentrieren wir uns auf James Ensor, Valerius De Saedeleer, Jules De Bruycker, Gustave Van de Woestyne, Frits Van den Berghe, Jean Brusselmans, Constant Permeke, Anto Carte, Otto Dix, Stijn Streuvels, August Sander, Hubert Malfait und George Grosz.

Bruegel, heute

Daran anschließend zieht die Ausstellung verschiedene zeitgenössische Register mit Kunst, Video und Musik. In Zusammenarbeit mit den Kuratoren Luk Lambrecht und Lieze Eneman werden ein Aantal Künstler gebeten, auf Themen aus Bruegels Oeuvre oder deren Interpretation durch die Generation der Wiederentdecker einzugehen. Beteiligte Künstler sind Lázara Rosell Albear, Kasper Bosmans, Dirk Braeckman, Ricardo Brey, Carlos Caballero, Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová, Leo Copers, Jimmie Durham, Christoph Fink, Jan Van Imschoot, Bart Lodewijks, Hana Miletić, Yola Minatchy, Elisabeth Ida Mulyani, Honoré d’O, Ornaghi & Prestinari, Jonathan Paepens, Emmanuelle Quertain, Kurt Ryslavy, Sam Samiee, Pascale Marthine Tayou, Grazia Toderi, Yurie Umamoto, Birde Vanheerswynghels, Peter Verhelst & Anneleen Boehme und Gosie Vervloessem. Diese Kreationen sind mit kontextuell vorhandenen Arbeiten von Marcel Broodthaers, Mario Merz, Panamarenko und Franz West verbunden. Studio Job kreiert für diese Ausstellung auch eine neue Skulptur die sich auf die Pap-Schüssel bezieht, die in verschiedenen Bruegel-Szenen zu sehen ist.

Bruegel, weltweit

Die Ausstellung umfasst außerdem eine Kreation von Rimini Protokoll, einer der kreativsten Theatergesellschaften von Berlin. Die Künstler entwickeln eine Video-Installation mit Virtual-Reality-Brillen, die einen interaktiven und immersiven Kontrapunkt zur Ausstellung bildet. Rimini Protokoll fokussiert sich auf „Feast of Food“. Im Zeitalter Bruegels wurden Lebensmittel regional produziert, und ausländische Produkte kamen erst nach und nach auf den Tisch. Im 21. Jahrhundert hat sich dies radikal verändert: Bruegels Bauernfamilien sind hochtechnologische Agrarindustrien geworden, die Auswahl in den Supermärkten ist unbegrenzt und wir wissen oft sogar nicht mehr, woher unsere Lebensmittel stammen. Außerdem hat sich die Weltbevölkerung in den letzten 50 Jahren verdoppelt. Rimini Protokoll untersucht, wie sich unsere Lebensmittelproduktion im Laufe der Zeit verändert hat. Die Besucher werden in eine Welt versetzt, in der Menschen für uns arbeiten, weit weg von unseren Küchen: von Rungis in der Nähe von Paris – dem weltweit größten Lebensmittelmarkt – bis hin zu einem riesigen Schlachthof in Bayern oder Plantagen in Almeria.  

 

Mit der unterstützung von Flämische Meister

Die Ausstellung ist Teil des Projektes 'Flämische Meister' von VISITFLANDERS, das Das Narrenfest. Bruegel wiederentdeckt unterstützt.

 

 

Agentschap Natuur en Bos Logo gemeente Lennik Blik van Bruegel Koninkrijk der Nederlanden
Logo Lions International Logo De Standaard logo Klara Logo RingTV
  Cultuurregio Pajottenland Zennevallei Bruegel 2019  

✓ Audioführer
✓ Kinderfreundlich
✓ Besichtigung mit einem Führer auf Reservierung möglich

✓ Zugang zum Museumgarten
✓ Katalog im Museumsshop erhältlich
✓  Einzigartige Ausstellung in einem historischen Schloss

Entdecken Sie auch diese Bruegel-Projekte von unseren Partnern: 

www.flemishmasters.com

27.02 - 23.06.2019 - Bozar
Prints in the age of Bruegel

06.04 - 20.10.2019 - Bokrijk
The World of Bruegel

06.04 - 31.01.2020 - Dynasty Building Brussels
Beyond Bruegel

07.04- 31.10.2019 - Dilbeek
Mit den Augen Bruegels. Rekonstruktion der Landschaft

18.10.2019 - 18.10.2020 – Porte de Hal - Hallepoort
Back to Bruegel. Experience the 16th Century

05.10.2019 - 26.01.2020 - Snijders en Rockoxhuis
Jan Brueghel I (1568–1625). An excellent draughtsman

15.10.2019 - 16.02.2020 - Royal Library of Belgium
Bruegel in Black and White

Urheberrecht Fotos:

  • Jean Brusselmans, Carnival (1952), oil on canvas, 148 x 148 cm, Mu.ZEE, Ostend, photo Steven Decroos

  • James Ensor, Skeletons in Disguise (1894), oil on canvas, 19 x 35,5 cm, © Antwerp, The Phoebus Foundation

  • Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová, F --> F+F-F-FF+F+F-F (2018-2019), courtesy the artists, installation view, photo: Dirk Pauwels

  • Constant Permeke, Village Fair (1921), oil on canvas, 81,4 x 112,7 cm, Royal Museum of Fine Arts, Antwerp © www.lukasweb.be - Art in Flanders vzw, photo Hugo Maertens

  • August Sander, Farmer Sowing (1952), silver gelatin print, 26 x 20,3 cm, Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur - August Sander Archiv, Keulen; SABAM, Brussels, 2019

  • Feast of Food, © Rimini Protokoll

  • Valerius de Saedeleer, Winter (ca. 1926),Verzameling 't Gasthuys - Stedelijk Museum Aalst

  • Bart Lodewijks, GAASBEEK DRAWINGS - crossway Rooststraat, kleine- and grote Vijverselenweg, Lennik (2019)

  • Gustave van de Woestyne, The Porridge Eater (1911), oil on canvas, 59,5 x 45,5 cm, collection Municipal Museum, © ErwinDe Keyzer

  • Grazia Toderi, Babel Red (2006) Lambda print, 250 x 180 cm, courtesy Galleria Poggiali, Firenze

Expo:  7.04 - 28.07.2019
Schloss:  7.04 - 03.11.2019

Mon: Geschlossen
Die – Son: 10:00 – 18:00 Uhr
Letzter Einlass: 17:00 Uhr

 

Wir empfehlen Ihnen, zwei Stunden für Ihren Besuch zur Verfügung zu stellen.